Zweite Heimat


Sierra Leone ist ein wunderbares Land. Seit unserem ersten Besuch in 2003 hat sich das Land verändert. Es ist durch die Wirren der Zeit nach dem Bürgerkrieg gegangen, hat den Übergang von der UN-Verwaltung zur Selbstverwaltung gemeistert, hat Cholera bekämpft, Ebola durchlebt und sich Stück für Stück weiter entwickelt. Seit diesem Sonntagabend sind wir wieder für ein paar Tage hier. Die Wärme des Landes und der Menschen hat mich gleich wieder wie zu Hause fühlen lassen.

Da unser Flug erst spät am Abend eintraf, blieben wir die erste Nacht im Capitol, dem Hotel gleich neben dem Flughafen. Der Besitzer kennt uns bereits ziemlich gut und schnell sind wir beim Lieblingsthema der Männer: Fussball. Am Montag geht es dann Richtung Makeni. Vor Jahren verband die beiden Städte nur eine staubige Strasse, doch mittlerweile haben chinesische Baufirmen zu einer markaten Entwicklung beigetragen. Mehrmals überqueren wir auch eine Eisenbahnlinie, die das Inland mit dem Hafen verbindet. So können die Rohstoffe effizienter abgebaut und verwertet werden. Ob dabei der Reichtum des Landes in fremden oder Politikertaschen oder im Staatsbudget landet, ist bis jetzt ungewiss. Sierra Leone hätte auf jeden Fall sehr gute Voraussetzungen, sich gut zu entwickeln. Hätte! Denn bis jetzt leben viele Menschen immer noch in Armut und das Land liegt ganz hinten in der Rangliste des Entwicklungsindexes. Die Lebenserwartunge pendelt irgendwo zwischen 40 und 50 und viele Kids haben immer noch keine richtige Schulbildung. Und trotzdem freue ich mich, an all den kleinen und grossen Entwicklungen, die wir in diesem Land seit unseres ersten Besuches sehen können. Menschen gewinnen – gerade nach der schweren Zeit in der Ebola-Krise – neue Hoffnung und erhalten auch, dank den verschiedensten Projekten, substantielle Unterstützung für eine bessere Zukunft. Und so freue ich mich jedes mal, wenn ich hier sein darf und mit meinen Freunden zusammen Projekte erarbeiten darf, die das Leben von Menschen bereichert und ihnen Hoffnung für eine bessere Zukunft gibt.

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