Tag 3 – Freetown und Allen Town


Heute regnet es von morgens bis abends. Patrick lässt sich von unserem Taxifahrer den Kopf rasieren und nachher essen wir Weetabix mit Milch und Bananen. Dazu mein Kaffee. Um 9 Uhr treffen wir Dr. Taylor Pearce. Er ist ein sehr einflussreicher Mann in Sierra Leone und geht nun gegen 80 zu. Da er in Deutschland studiert hat, sprechen wir ein paar Worte deutsch miteinander. Er leitet Discet, das für diakonia interdenominational for counseling, evangelism and teaching steht. Sie machen eine tolle Arbeit. Wir treffen ein und schliessen ums dem Gebetstreffen der Mitarbeiter an. Mr. Pearce bittet mich, zu den Mitarbeitern zu sprechen – ein paar Worte über Jüngerschaft und Gehorsam. Anschliessend haben wir ein längeres Gespräch zu dritt über unsere Pläne und Träume für Sierra Leone. Mr. Pearce ist sehr offen mit uns und bittet uns um Hilfe in mehreren Bereichen. Ich binsehr erstaunt – zum einen über seine Offenheit, zum anderen auch über die Art des Gesprächs. Wir sprechen über verschiedene Themen, ziemlich durcheinander, mal dies mal das, schliessen nichts wirklich ab. Ziemlich verwirrend für einen Schweizer, der gerne Nägel mit Köpfen macht. Ich höre zu und lerne, wie die Dinge in Afrika laufen.
Nachher suchen wir Diaspora. Hier haben wir das letzte mal regelmässig gegessen. Es war sauber und gut, dafür nicht ganz billig. Diaspora ist geschlossen – Carribean Fusion ist angesagt. Neben 100 Fliegen, ein paar Mosquitos und einigen Käfern sind wir die einzigen Gäste. Das Essen ist gut und scharf, zu scharf. Meine Beine schmerzen und mein Hals tut weh.
Nun geht es weiter nach Allen Town. Wir dösen etwas im Auto. Es regnet immer noch. Wir wollen einen Ausflug mit den Lehrern von Vision West Africa an die Küste machen. Es regnet immer noch. Kurzfristige Planänderung. Spart Benzin Nerven. Wir treffen uns in der Schule. Es ist erstaunlich, was diese Lehrer hier leisten. Bis jetzt haben 360 Studenten zwischen 18 und 70 an einem der Programme teilgenommen. Alle haben mimdestens gelernt ihren Namen zu schreiben. 120 haben bis jetzt erfolgreich abgeschlossen. Vorwiegend ältere Leute bitten darum, praktische Fähigkeiten lernen zu dürfen, wie Kleider nähen oder Seife machen. Die Jüngeren möchten gerne weiter studieren, um ihren Schulabschluss nachzuholen. Wir diskutieren lange mit den Lehrern, was wie möglich ist. Patrick macht einen fantastischen Job und man spürt, dass es um mehr geht, als einfach eine Schule für Erwachsene.
Heute Abend spielt Deutschland gegen Spanien. Ein Final Holland gegen Deutschland wäre perfekt – ich bin trotzdem für Spanien. Wir stehen siche zwei Stunden im Stau. Am Abend verwandeln sich die Strassen in Märkte. Wir sind auf die zweite Halbzeit zurück, Spanien gewinnt, sorry Deutschland. Ich bin hundemüde, alles tut weh und ich falle um 9 Uhr ins Bett.

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