Der Kampf mit den Formularen


Eben habe ich meinen Pass zurück gekriegt. Er war für ein paar Tage auf dem Konsulat von Sierra Leone in Genf. Das Visa liessen sie sich mit 225 Franken entgelten. Nun geht der Pass nach Bern, in die Botschaft der Elfenbeinküste. Das Visa-Formular musste ich dieses mal in französisch und vierfacher Ausführung – Passfoto jeweils inklusive – beilegen. Dafür kostet es hier nur 60 Franken. Fast hätte ich beim Reisegrund angegeben: pour célebrer le gagner du coup mondial ensemble. Ich habe mir diesen Spass dann aber verkniffen. Man weiss ja nie, mit welch ernstem Beamten man es zu tun hat. Am Ende steht dann noch das Visa für Nigeria auf der Pendenzenliste – bevor es am 5. Juli Richtung Freetown losgeht.

Ich freue mich auf drei Wochen Afrika. Ich war noch nie während der Regenzeit da, und auch noch nie in der Elfenbeinküste. Zuerst sind Patrick und ich aber für ein paar Tage in Freetown. Wir besuchen gemeinsam die Schule für Erwachsene, die nach unserem letzten Besuch entstanden ist. Wir wollen schauen, wie wir das ganze weiterentwickeln können. Vermutlich werden wir in dieser Zeit von unserem privaten Chauffeur begleitet (wir haben vor einem halben Jahr ein Auto finanziert, damit ein Taxigeschäft entstehen kann – bin echt gespannt, wie das läuft). Dann treffen wir ein Ehepaar, mit denen wir im Gespräch sind, eine Grundschule zu starten. Dann möchte ich noch die Mitarbeiter von Mercyships kennen lernen, unsere Kontakte zu Word made Flesh auffrischen und andere Bekannte treffen. Dann möchte ich die Idee der Hörbibel weiter prüfen und konkrete Umsetzungsschritte planen. Ganz schön viel zu tun, wenn man bedenkt, dass in Afrika alles mindestens dreimal so lange dauert, wie in der Schweiz. Am Freitagabend geht es dann weiter nach Lagos, Nigeria. Patrick hat dort mit seinen Freunden vor ca. einem Monat eine Vineyard gegründet. Ich freue mich sehr, mit ihnen zusammen ein Wochenende verbringen zu dürfen. Die Vineyard-Bewegung wird Nigeria sehr gut tun und wir dürfen mithelfen, dass sich diese Bewegung entwickelt. Am Montag fliegen wird zusammen weiter nach Abidjan. Es wird mein erster Besuch in der Elfenbeinküste sein. Ich darf an einem regionalen Training für Vineyard-Pastoren ein paar Inputs geben. Bin echt gespannt: auf einen Einblick in die Bewegung in Afrika, auf neue Erfahrungen und Lernpunkte, aufs heisse Wetter. Ich hoffe vor allem, dass ich ab und zu zum Joggen komme 😉

Aber jetzt geht es zuerst mal auf die Post, mit einem Brief für die Botschaft der Elfenbeinküste. Denn ohne Formulare und Visa läuft da gar nichts.

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