Die nicht mehr Unabsteigbaren


Seit gestern Abend ist es definitiv. Der FC Aarau steigt ab. Nächstes Jahr empfangen wir auf dem Brügglifeld also Gossau, Wil, Wohlen und Servette. Tja, so wichtig ist das nun auch wieder nicht – und doch schade für die Region, v.a. auch weil ein Wiederaufstieg sehr schwierig wird. Es gab jetzt bereits einige Clubs der Challange League, die mehr Geld zu  Verfügung hatte, als der FCA in der Super League. Und das Budget wird bestimmt nicht grösser. Hier wäre es schön, wenn man wenigstens auf die gute Nachwuschsarbeit verweisen könnte – doch dieser Fingerzeig läuft ins leere…

Eine gute Sache hat der Abstieg aber doch: es ist eine eindrückliche Anschauung für schlechte Leiterschaft. Aus meiner Sicht versteht der momentane Vorstand des Clubs etwa gleich viel von Fussball wie ich – und das ist nicht sehr viel. So wanderte mehr als die Hälfte der Mannschaft ende letzter Saison zu anderen Clubs und die daraus entstandenen Lücken wurden mit Spielern ersetzt, die nicht Super League-tauglich waren. Die Notkäufe zur Saisonmitte kosteten viel Geld, brachten aber nichts. Die Mannschaft mühte sich wacker auf dem Platz und gab – meistens -vollen Einsatz. Und daraus nun eine einmalige Illustration: Schlechte Leiterschaft lässt sich nur sehr bedingt durch Einsatz und Energie wett machen. Die besten Vorsätze und die grösste Energie laufen ins leere, wenn die Grundrichtung falsch angelegt ist. Passend dazu eine Weisheit aus dem Alten Testament:

Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl. Sprüche 19.2

Ein Kommentar zu „Die nicht mehr Unabsteigbaren

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  1. Ja, so ist das mit Führung. Das kann ich nur bestätigen. Ich habe da auch ganz konkrete Beispiele aus unserer Branche in der ich arbeite. Unternehmen die exakt mit dem gleichen Produkt unter denselben Marktbedingungen gestartet sind, habe sich völlig unterschiedlich entwickelt. Insbesondere in Krisenzeiten zeigen sich dann die Unterschiede sehr deutlich. Und ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen. Sowohl in der Firma , als auch in der Gemeinde. Das ist für uns als Führungskräfte/Leiter natürlich auch nicht unbedingt immer ganz einfach zu verdauen, wenn wir uns eingestehen müssen, dass unser eigener Anteil doch sehr hoch ist. Aber es ist eine ganz große Chance das zu erkennen, denn dann kann man an sich arbeiten. Um so ermutigender ist es dann, wenn man die Früchte dieser Arbeit dann auch ernten kann.

    Das Theme Führung ist ein ganz zentrales Thema, wenn es darum geht, wie viele gesunde Gemeinden wir haben werden und wie viele gesunde Gemeinden wir gründen können in Zukunft. Deswegen ist es für mich persönlich eines der wichtigsten Themen überhaupt, in das ich zukünftig sehr viel Zeit und Energie investieren werden. Ich will in Menschen investieren und will sehen wie Gott durch diese Menschen viel, viel Frucht bewirkt.

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