Gewaltlosigkeit als Zeichen des neuen Reiches


Wir verzichten auf Gewalt, weil wir die Herrschaft der Gewalt auf Erden nicht um einen einzigen Tag verlängern wollen. Gewaltfreiheit ist nicht eine Frage normgerechten Verhaltens, sondern eine Frage der Nachfolge. Sie ist der von Gott gewählte Weg zur Überwindung des Bösen in der Welt. Und derselbe Gott, der uns zur Gewaltfreiheit ruft, gibt uns auch die Kraft, sie auszuüben.

Kreuzigung und Auferstehung Jesu sind die Zusage, dass eine Macht in der Welt darauf hinwirkt, eine Niederlage in einen göttlichen Sieg zu verwandeln. In diesem Sinne scheitert Gewaltfreiheit nie, weil jede gewaltfreie Handlung den Einbruch der neuen Ordnung Gottes in die Welt offenbart.

– Walter Wink

Sich finden


Ich bin davon überzeugt, dass wir den Zugang zu unserem wahren Sein nur durch Gott finden können. Nur wenn wir in Gott ruhen, finden wir die Gewissheit, die innere Weite und die aufregende Freiheit, zu sein, wer wir sind – alles was wir sind, mehr als das, was wir sind und weniger als das, was wir sind.

– Richard Rohr

Das Du-Wort


Es ist die Selbstmitteilung des wahren Du, ohne das wir kein wahres Ich sein können.

– Emil Brunner in Wahrheit als Begegnung

Leben als unselbständiges Sein der Schöpfung


Kreatürliches Sein ist ein solches Sein, das — ihm zur Seligkeit oder zum Gericht, zur Freude oder zur Qual — mit Gott unlöslich verbunden und immer Wirk-zeug und Manifestation des Wirkenden ist. Es gibt keine göttliche Schöpfung, die nicht als solche zugleich göttliche Selbstmanifestation und göttliche Wirkungsgegenwart ist. Der pantheistisch klingende Satz „In ihm leben und weben und sind wir“ ist biblischer Fundamentalsatz; er unterscheidet Schöpfung von profaner Welt. Es gibt keine profane Welt; es gibt nur profanisierte Kreatur. Profanität ist eine Abstraktion, ein Hinsehen auf das Wirkliche unter Absehen vom Wirkenden. Alle Wirklichkeit ist Aktualität, Aktuosität Gottes.

– Emil Brunner, der Mensch im Widerspruch

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