Gott wohnt, wo man ihn einlässt


Das ist es, worauf es letzten Endes ankommt: Gott einlassen. Man kann ihn aber nur da einlassen, wo man steht, wo man wirklich steht, da wo man lebt, wo man ein wahres Ich lebt. Pflegen wir heiligen Umgang mit der uns anvertrauten heiligen Welt, helfen wir in dem Bezirk der Schöpfung, mit der wir leben, der heiligen Seelensubstanz zur Vollendung zu galangen, dann stiften wir an diesem unserem Ort eine Stätte für Gottes Einwohnung, dann lassen wir Gott ein.

Martin Buber – der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre

Reich Gottes


Reich Gottes – das heisst, Gott ist nahe und ganz gegenwärtig und lässt seine Geschöpfe teilnehmen an seinen Eigenschaften, an seiner Herrlichkeit und Schönheit, an seiner Lebendigkeit und seiner Güte, weil Gott zugleich an den Eigenschaften seiner Geschöpfe teilnimmt, an ihrer Endlichkeit, an ihrer Verbwundbarkeit und an ihrer Sterblichkeit. Reich Gottes – das erfahren wir schon hier in der Liebe, denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1. Joh 4,16) So erwarten wir es auch dort: die erlöste Schöpfung in Gott und der sich freuende Gott in der Schöpfung.

– Jürgen Moltmann

Keine Kirche der Mächtigen


Die Kirche des Gekreuzigten war anfänglich und ist im Grunde immer die Kirche der Erniedrigten und Beleidigten, der Armen und Elenden, die Kirche des Volkes. Sie ist andererseits die Kirche derer, die aus ihren inneren und äusseren Herrschafts- und Unterdrückungsformen umkehren. Sie ist aber nicht die Kirche der innerlich Selbstgerechten und äusserlich Herrschenden.

– Jürgen Moltmann

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