Gott und Corona: Gott und das Böse


Wenn Gott ein guter Gott ist, von wo kommt dann das Böse dieser Welt?
Die Geschichte der Bibel erklärt das Böse als eine Möglichkeit, die Gott geschaffen hat, damit wir eine Entscheidungsmöglichkeit haben. Es war aber nie die Idee, dass die Welt dort endet, wo wir jetzt sind. Die Gedankenwirrend eines Theologen dazu:

Gott wohnt, wo man ihn einlässt


Das ist es, worauf es letzten Endes ankommt: Gott einlassen. Man kann ihn aber nur da einlassen, wo man steht, wo man wirklich steht, da wo man lebt, wo man ein wahres Ich lebt. Pflegen wir heiligen Umgang mit der uns anvertrauten heiligen Welt, helfen wir in dem Bezirk der Schöpfung, mit der wir leben, der heiligen Seelensubstanz zur Vollendung zu galangen, dann stiften wir an diesem unserem Ort eine Stätte für Gottes Einwohnung, dann lassen wir Gott ein.

Martin Buber – der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre

Reich Gottes


Reich Gottes – das heisst, Gott ist nahe und ganz gegenwärtig und lässt seine Geschöpfe teilnehmen an seinen Eigenschaften, an seiner Herrlichkeit und Schönheit, an seiner Lebendigkeit und seiner Güte, weil Gott zugleich an den Eigenschaften seiner Geschöpfe teilnimmt, an ihrer Endlichkeit, an ihrer Verbwundbarkeit und an ihrer Sterblichkeit. Reich Gottes – das erfahren wir schon hier in der Liebe, denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1. Joh 4,16) So erwarten wir es auch dort: die erlöste Schöpfung in Gott und der sich freuende Gott in der Schöpfung.

– Jürgen Moltmann

Keine Kirche der Mächtigen


Die Kirche des Gekreuzigten war anfänglich und ist im Grunde immer die Kirche der Erniedrigten und Beleidigten, der Armen und Elenden, die Kirche des Volkes. Sie ist andererseits die Kirche derer, die aus ihren inneren und äusseren Herrschafts- und Unterdrückungsformen umkehren. Sie ist aber nicht die Kirche der innerlich Selbstgerechten und äusserlich Herrschenden.

– Jürgen Moltmann

Identität


Christliche Identität lässt sich nur als Akt der Identifizierung mit dem gekreuzigten Christus verstehen, weil und sofern einen die Verkündigung erreicht hat, dass in ihm Gott sich mit den Gottlosen und Gottverlassenen identifiziert hat, zu denen man selbst gehört.

– Jürgen Moltmann

Die Geschichte von mir, uns, Jesus


Schaut auf Jesus. Die Dynamik des Evangeliums und die Person, die uns in diesen Seiten begegnet, ist einfach zentral und unersetzbar. Er ist immer eine Überraschung. Wir werden Jesus nie ganz begreifen. Er überfällt uns immer wieder aus einem anderen Winkel. Wenn du wissen willst, wer Gott ist, dann schau auf Jesus. Wenn du wissen willst, was es bedeutet, menschlich zu sein, dann schau auf Jesus. Wenn du wissen willst, was Liebe ist, dann schau auf Jesus. Und schau so lange hin, bis du kein Zuschauer mehr bist, sondern zu einem Teil des Dramas wirst, in dem er die Hauptfigur ist.

N.T. Wright in Gott macht alles neu von Marlin Watling

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