Tag 12 – und immer wieder Abidjan


wir waren gestern früh zurück im Hotel. Unsere Worship-Zeit wurde durch einen Stromausfall unterbrochen und das geplante Teaching in eine Gebetszeit umgewandelt. War sehr gut. Zurück im Hotel habe ich versucht, Grey’s Anatomy runterzuladen. Tja, zuerst habe ich eine Stunde gewartet und dann machte der Akku in der Hälfte schlapp. Naja, wenigstens habe ich gut geschlafen. Eduardo war etwas länger wach. Er hat den letzten Teilnehmer des Trainings vom Flughafen abgeholt. Um 4 Uhr morgens war er dann auch im Bett. So habe ich sein Teaching vom morgen übernommen und er konnte noch etwas weiter schlafen. Wir sind in Afrika, da läuft alles etwas spontan. Die Fahrt mit dem Taxi am morgen gestaltet sich immer gleich, heute einfach alleine:

Boris steigt ein, Fahrer sieht die weisse Haut und denkt: DOOOLLLLLLAAAARRSS

Boris: On va à Riverra Golf, près de la Mosque

Fahrer: Oui

Boris: tu veux compien

Fahrer: on as de bouchon, c’est très chère

Boris: on fait ça chaque jour, je te donne 1 mille cfa

Fahrer: non, non, ce ne vas pas, pas du tout

Boris: Mais c’est toi qui ma demande, Je paye ça chaque jour

Fahrer: non, tu me donnes 2 mille 5 cents.

Boris: je vais te donner 1 milles 5 cents, fin de negotion.

Bei Eduardo funktioniert das normalerweise. Er ist aber auch schwarz. Ich bin nur innen schwarz, aussen weiss. Er zahlt jeweils 1.5 Mille, etwa 3 Dollars. Ich zahle 2 milles, 4 Dollars. Wenigstens komme ich heil an.

Das Teaching am morgen ist sehr gut. Wir sprechen über meine Definition von Jüngerschaft:

a disciple is a men or a women who follows Christ by being obiedent to Christ and His word. Wow, viele Fragen, viel Diskussion, ein guter Lernprozess. Ich lehre über das Square als Methode, Menschen durch einen Jüngerschaftsprozess zu begleiten und wie man es weiter auf Leiterschaft anwendet. Sehr herausfordernd. Ich erlaube mir, zwei Modelle vorzustellen: Johannes-Gruppen als Enteckungsreise für den Glauben und LTG als Jüngerschaftsgruppen. Dabei fällt mir aber wieder auf, wie vorsichtig wir mit Modellen sein müssen. Viel wichtiger ist, dass unsere Geschwister lernen, eine Vineyard in ihrer Kultur zu entwickeln. Dabei geht es nicht um Modelle, wie wir Kirche leben, sondern um Werte, wie wir Jesus nachfolgen. Patrick hat mir erzählt, wie er in der Schweiz Rasensamen gekauft und in Nigeria gesät hat. Er war dann sehr erstaunt, dass der Rasen, der in Nigeria gewachsen ist, ganz anders aussah, als der Rasen, den er in der Schweiz sah. So sollte auch unsere Arbeit in der kulturübergreifenden Arbeit sein: wir transportieren einen Samen (Evangelium und Werte) und pflanzen ihn ein, erlauben aber der Boden und dem Klima vor Ort (Kultur), die Pflanze (Jünger und Kirche) hervorzubringen. Dabei sollte es uns nicht erstaunen, wenn das, was am Ende herauskommt, anders ist, als das, was wir bei uns kennen. Dabei fällt mir auf, wie wichtig es ist, dass eine wirklich schwarzafrikanische Vineyard-Bewegung entstehen kann und ich frage mich, wie viel wir dazu wirklich beitragen können.

Damit ist nun eigentlich mein Teaching über Leiterschaft abgeschlossen. Ich bin sehr happy, da ich einen wirklich grossen Denkprozess anstossen konnte und die Teilnehmer sehr offen und reflektiert mit den Inhalten umgehen. Vielleicht liegt die Zukunft der Kirche ja wirklich in Afrika!

Heute regnet es den ganzen Tag. Eigentlich wollte ich noch eine Runde laufen, aber daraus wird es wohl nichts. Am Nachmittag ist für mich auf jeden Fall Pause angesagt. Das Buch von Neil Cole ist noch nicht fertig und ich freue mich auf ein paar spannende Stunden Lektüre und auf einen Nachmittagsschlaf und vielleicht doch noch auf eine Lauf-Runde.

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